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Unsere Chronik

An Heiligabend 1911 gründeten 24 junge Burschen den Burschen-Kranken-Unterstützungsverein Surberg-Kapell. Sie nahmen auch gleich 6 Ehrenmitglieder auf, darunter 4 Frauen. Zum 1. Vorstand wurde Johann Lohwieser aus Kapell gewählt. Dem Verein sein damaliger Hauptzweck war, wie es der Name sagt, die gegenseitige finanzielle Unterstützung seiner Mitglieder im Krankheitsfalle. Es gab zwar schon öffentliche Krankenkassen, aber es war keineswegs selbstverständlich, dass jedermann dort versichert war. Die Mitgliedschaft war unbescholtenen Burschen ledigen Standes ab dem 18. Lebensjahr vorbehalten. Der Aufnahmebeitrag betrug 1 Mark und der Monatsbeitrag 20 Pfennige. Die Unterstützung betrug bei Krankheit pro Tag 50 Pfennige und wurde vom 3. Tag an, einschließlich des 30. Tages ausbezahlt.

Die erste Fahnenweihe war am 3. September 1922.erste Fahnenweihe
Als Fahnenmutter konnte Theresia Haberlander, Moyerin von Surberg und als Fahnenbraut Theresia Huber aus Schönau gewonnen werden. Der Verein hatte bereits 44 Mitglieder eingeschrieben. Erster Vorstand war damals Alois Schroll aus Weichetstein und Gründungsvorstand Johann Lohwieser wurde zum Ehrenvorstand ernannt.
In den 30-iger Jahren zahlte der Verein schon 5 bis 15 Mark an kranke Mitglieder aus. Der Verein veranstaltete damals mehrere Tanzveranstaltungen im Jahr und der Vereinsausflug führte zu einem Wirt, der Vereinsmitglied war. Am 21. Juni 1936 war das 25 Jährige Gründungsfest in Lauter. Die beiden Weltkriege forderten von den Mitgliedern einen hohen Blutzoll. Nach dem Krieg hielt sich die Mitgliederzahl um die 30. Durch die Kriegsjahre hindurch war der Verein praktisch still gelegt.

Nach dreijähriger Dauer mit öfteren Vorstandswechsel wurde im Herbst 1948 Alois Fleidl aus Buchmühl zum 1. Vorstand gewählt. Nun konnte der Verein wieder einen Erfolg erzielen. Gleich im Januar war wieder ein Burschenball mit Glückshafen. Am Ende des Jahres hatte der Verein bereits wieder 49 Mitglieder.
Im Jahr 1950 konnte der Verein anläßlich der Glockenweihe unserer Pfarrkirche 550 Deutsche Mark spenden, was zur damaligen Zeit eine Menge Geld war.Glockenweihe

Am 09. November 1952 beschlossen die Mitglieder den Vereinsnamen in Burschenverein Surberg zu ändern und den § 9 der Satzung aufzuheben. Die Aufgaben des Vereins lagen nun in der Ausrichtung von gesellschaftlichen Veranstaltungen: z.B. Bällen, Gartenfeste und Ausflügen und der Präsentz bei kirchlichen Festen, sowie bei Hochzeit und Beerdigung eines Mitgliedes. 1952 hatte der Verein 75 Mitglieder.
Von 1953 - 1958 wurde es ruhig um den Verein. 1956 brach der Verein total ein und es gab zahlreiche Austritte.

Als im Jahre 1958 der Burschenverein an einem toten Punkt angelangt war stellte sich Martin Schmid aus Graben als 1. Vorstand zur Verfügung und versprach dem Ehrenvorstand Hans Huber aus Schönau dem Verein neuen Schwung zu geben. Es wurden neue Mitglieder geworben, denn im Jahre 1961 sollte das 50-jährige Gründungsfest mit einer neuen Fahne gebührend gefeiert werden. Es wurden Gartenfeste und Weihnachtsfeiern veranstaltet um die Kasse aufzubessern. Am Ende des Jahres hatte der Verein schon 154 Mitglieder.
Am 4. August 1958 wurde bei einer außerordentlichen Versammlung beschlossen, die Patenschaft für den Burschenverein Neukirchen im darauffolgenden Jahr zu übernehmen. Das Paten-bitten war dann am 15. März 1959 bei unserem Vereinslokal im Gasthaus Surberg. Als Patenverein war man am 11. und 12. Juli bei herrlichen Wetter in Neukirchen. Mit ungefähr 90 Mann war unser Verein einer der stärksten. Beim Gaufest bei unseren Nachbarn in Weibhausen am 27. Juni 1960 war unser Verein mit Abstand der stärkste (71 Mann). Dadurch war uns der Meistpreis sicher.

Am 20. März 1961 verließ uns der Ehren- und Gründungsvorstand Johann Lohwieser.
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Am 11. Juni 1961 wurde das 50-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe gefeiert.50 jähriges50 jähriges
Zur Fahnenweihe stellten sich als Fahnenmutter Anna Wendlinger, Dandlmeierin und als Fahnenbraut Marianne Huber aus Schönau zur Verfügung. Das Fest war mit dem Gaufest der Burschen und Arbeitervereine aus dem Chiemgau und dem Rupertiwinkel verbunden. Der Verein hatte damals 168 Mitglieder.
Im Juni 1962 wurde beschlossen, dass auch die Fahnensektion künftig dem Ausschuss angehören soll. Im September 1962 wurde unser Feldkreuz, gestiftet von Georg Wendlinger, auf der Tandlmaier Höhe feierlich eingeweiht. Bei der Gauversammlung 1963 wurde unser Vorstand Michael Huber zum Gaukassier gewählt. In dem Jahr konnte die Mitgliederzahl von über 200 erreicht werden. Der Burschenverein hatte ein reges Vereinsleben mit mehreren Tanzveranstaltungen und einen Vereinsausflug jedes Jahr und stellte in den folgenden Jahren des öfteren einen Maibaum in Surberg auf.

1964 konnte der Verein beim Gaufest in Vachendorf mit 99 Mann den 2. Meistpreis erringen, nachdem der Patenverein den ersten erreicht hat. Im darauf folgenden Jahr stellte unser Verein einen 42 Meter langen Maibaum auf. Beim Gaufest in Waging konnten wir den 1. Meistpreis ergattern.
MaibaumMaibaum stehend
1967 beteiligte sich der Burschenverein mit einer Spende von 200 DM beim Leichenhaus.
Im Jahr 1971 wurde das 60-jährige Gründungsfest im kleineren Rahmen gefeiert. Damals waren noch 3 Gründungsmitglieder vertreten.
Am 17.12.1972 war die erste Weihnachtsfeier/Christbaumversteigerung zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr, wie sie heute noch alle zwei Jahre durchgeführt wird. Der erste Jahrtag der Vereine fand zum ersten mal am 29. April 1973 statt. 1975 starb die Fahnenmutter von 1922 Theresia Haberlander. Der damalige Ehrenvorstand und letztes Gründungsmitglied Alois Schroll starb am 3. Februar 1979.
Am 11. November 1979 war unser Verein wieder Pate beim Burschenverein Neukirchen. 1981 wurde das 70-jährige Gründungsfest mit einem Festabend im Bierzelt in Lauter gebührend abgehalten. Der Verein hatte die stattliche Anzahl von 262 Mitgliedern.
Eine regelmäßige Veranstaltung war in den kommenden Jahren der jährliche Ausflug, der Maskenball, das Gartenfest in Thunstetten und die Weihnachtsfeier zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr.

Am 15 Juli 1983 starb unsere Fahnenbraut von 1922 Theresia Huber.
Beim Gaufest 1983 in Pittenhart bekamen wir den originellen Preis, der sich Längspreis nannte. Der Arbeiterverein Weibhausen-Wonneberg beging am 7. Juli 1985 sein 85 jähriges Gründungsfest, wobei unser Verein die Patenschaft übernommen hat. Der damalige Ehrenvorstand Georg Buchfellner verstarb ganz unerwartet am 22. November 1985.
Am 8. Juni 1986 konnten wir in Schönau bei Bad Aibling wieder einmal den 2. Meistpreis erringen.

75 jähriges Am 09. und 10. August 1986 feierte der Verein sein 75 jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe verbunden mit dem Gaufest der Burschen- und Arbeitervereine des Chiem- und Rupertigaues. Zur Fahnenweihe übernahm Agnes Eder aus Holneich das Amt der Fahnenmutter und Hildegard Huber aus Thunstetten war die Fahnenbraut. Der Burschenverein Neukirchen hatte sich bereit erklärt das Patenamt zu übernehmen. Am Festzug beteiligten sich 6 Musikkapellen und 55 Vereine.Hier geht's zur Diashow!
Bei der Gauversammlung am 31. Oktober wurde unser Vorstand Josef Lohwieser zum Beisitzer in die Gau-Vorstandschaft gewählt. Unabhängig davon überreichte er als Dank für die Ausrichtung des Gaufestes dem Gauverband das von Johann Lobensommer gefertigte Gau - Vereinstaferl.
In den nächsten 10 Jahren veranstaltete der Verein, sofern es der Schnee zuließ, ein Schlauchrennen, das sehr beliebt war.
Im Zuge der Dorferneuerung wurde im Jahr 1987 der Maibaumsockel in Surberg entfernt.Maibaumsockel entfernen Da man sich auf keinen neuen Standort einigen konnte entschloß sich die Vorstandschaft auf einen Maibaum zu verzichten.
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Beim Festabend zum Gaufest 1988 in Taching wurde unser Vorstand Josef Lohwieser mit der goldenen Ehrennadel des Gauverbandes geehrt. Beim Festzug am Sonntag erreichte unser Verein den 2. Meistpreis mit 58 Mitgliedern.
Der jährliche Vereinsausflug wird seit 1989 zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr durchgeführt. Ebenfalls seit 1989 wird gegen den Burschenverein Neukirchen ein Vergleichswatten und ein Eistockschiessen abgehalten.
Am 23. September 1989 machten wir wieder den Paten beim Burschenverein Neukirchen zu dessen 90 jährigen.
Das 80 jährige Bestehen wurde am 21. September 1991 mit einem Festabend im Gasthaus Lauter gefeiert.

Vom 20. - 23. Mai 1992 fand im Bierzelt am Feuerwehrhaus das 1. Lauterer Maifest statt.Maifest 1992
Gemeinsam mit der Krieger und Soldatenkameradschaft und der Freiwilligen Feuerwehr wurde dieses Fest als Ersatz für die Gartenfeste ins Leben gerufen.
Seit 1994 ist die vom Verein gestaltete Maiandacht ein fester Bestandteil des Vereinsjahres.
Ein gemütlicher Nachmittag für die älteren Mitglieder wurde erstmals 1994 und seitdem alle 2 Jahre im Pfarrheim in Surberg abgehalten.
1995 stiftete der Burschenverein für den in der Pfarrkirche neu aufgestellt Hochaltar eine Figur des heiligen Georg im Wert von 9000 Deutschen Mark.Georgsstatue
Bei der Gauversammlung vurde Manfred Peter zum Gauschriftführer in die Gau-Vorstandschaft gewählt. Nach neun Jahren gab er das Amt ab und war anschliessend noch drei Jahre als Beisitzer tätig. In dieser Zeit hat er sich maßgeblich eingesetzt, die Gau-Chronik auszuarbeiten.
Am 14. September 1996 wurde mit einem Festgottesdienst und einem Festabend das 85 jährige Bestehen gefeiert. Beim Gottesdienst wurde die restaurierte Vereinsfahne aus dem Jahr 1922 wieder geweiht. 1997 starb unsere Fahnenmutter von 1961, Anna Wendlinger.
1998 errichteten Mitglieder des Vereins ein Gartenhäuschen für den gemeindlichen Kindergarten in Lauter im Wert von 7000 Deutschen Mark..Gartenhaus
Am 01. August 1999 feierte der Burschenverein Neukirchen sein 100 jähriges Bestehen mit Fahnenweihe. Bei diesem Fest haben wir das Patenamt übernommen.Patenbitten der NeukirchnerFest Neukirchen
Im Jahr 2000 spendete der Verein für die Einrichtung der neuen Mehrzweckhalle einen Betrag von 5000 Deutschen Mark.
Beim Gaufest am 9.Juli 2000 beim Nachbarverein, dem Arbeiterverein Weibhausen-Wonneberg konnten wir mit 103 Leuten den 1. Meistpreis erreichen. 2001 hat der Verein erstmals in der Vereinsgeschichte die stolze Anzahl von 300 Mitgliedern. Am 08. September 2001 feierte der Verein sein 90 jähriges Bestehen mit einem Festabend in der Mehrzweckhalle in Surtal.90 jähriges90 jähriges
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Im Mai 2003 wurde unser Jugendausflug ins Leben gerufen, der nun jedes Jahr stattfindet. Der erste führte nach Berchtesgaden, zur Firma Graßl und anschließend wurde das Infozentrum auf dem Obersalzberg besichtet.
Wie in den darauffolgenden Jahren auch, beteiligte sich der Burschenverein beim Surberger Ferienprogramm. Organisiert, von Josef Lohwieser, führte der Ausflug die Kinder mit der Bundeswehrseilbahn auf die Reiter Alpe.

Bei der Generalversammlung 2006 überreichtee der Gauvorstand Martin Wolferstetter unserem scheidenden Vorstand Peter Handrick für seine langjährige 1. Vorstandschaft die Gauehrennadel in Gold. Engelbert Brunner, Franz Biermaier und Josef Strehhuber, die Gauehrennadel in Silber.
Unser Verein spendete im selben Jahr für die Ausrüstung des neuen Feuerwehrfahrzeuges 250 Euro.
2007 spendete unser Verein 250 Euro für die Kindergartenausstattung. In der Gauversammlung am 26. Oktober wurde für den scheidenden Manfred Peter, unser Schriftführer Gerhard Mayer zum Beisitzer in die Gauvorstandschaft gewählt, wo er 2010 den Internetauftritt erstellte. Beim Gaufest 2008 in Lampoding konnten wir mal wieder den ersten Meistpreis erreichen.

Unser Patenverein, der Burschenverein Neukirchen feierte am 26. 9. 2009 mit einem kleinen Festabend sein 110 jähriges, wo wir selbstverständlich wieder die Patenschaft übernahmen. Bei der Generalversammlung 2009 überreichte unser Verein an den Förderverein der Volksschule Surberg eine Spende von 400 Euro.

Bei den Burschenfesten 2010 in Erlstätt und in St. Leonhard/Wonneberg, erreichten wir wieder den 2. Meistpreis. Bei der Generalversammlung 2010 wurde beschlossen, dass unsere Vereinsfahne zum Jubiläum frisch restauriert wird.

Im Jahr 2011 konnten wir, bei hervorragenden Wetter, mit 67 Vereinen unser 100-jähriges Jubiläum feiern. Hier gehts zu den Bildern
An dem Gartenbauverein und dem Bayrischen Bauernverband, wurden jeweils 250 € gespendet.
Im Juni 2012 musste das Gartenhäuschen vom Kindergarten versetzt werden, da dieser einen Anbau bekam.
Unserer Fahnenbraut von 1961, Marianne Schroll konnten wir im Jahr 2013 zur Goldenen Hochzeit gratulieren.

Am 24. Juli sind der Kassier und der Vorstand zur Familie Mayer nach Jahn gefahren. Mit dabei hatten sie die Spende von 1000 Euro für den kleinen Quirin, der ja schwer erkrankt ist. Wir haben uns dazu entschieden, da die Krankenkasse die Kosten für die Behandlungen, nicht, oder nur teilweise übernehmen.
Nachdem die Versammlung zugestimmt hat, wurde die Fahne von 1961 restauriert.

Beim Gaufest der Burschen- und Arbeitervereine 2015 am 2. August in Vachendorf, wo die 120 jährige Gründung ihres Vereins gefeiert wurde, konnte unser Verein mit 103 Mitgliedern, nach Erlstätt und Nußdorf den 3. Meistpreis erreichen.
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